William Voltz

Biografie

Erinnerungen an William Voltz

von Inge Mahn-Voltz

Teil 1

Willi wurde am 28. Januar 1938 in Offenbach geboren.

Evangelisch getauft wurde er auf den Namen Wilhelm Karl Voltz. Onkel Willi, ein Bruder seiner Mutter Else, war der Pate. Die Mutter war Erzieherin und Kindergärtnerin, und es bereitete ihr große Freude, den erlernten Beruf nun zu Hause ausüben zu können. Willis Vater arbeitete in Offenbach bei der Firma ATE und wirkte u.a. an der Entwicklung von Bremsanlagen mit.

Die kleine Familie wohnte in der Ahornstrasse in Offenbach.

Der Voltz-Nachwuchs machte gerade seine ersten Schritte als der 2. Weltkrieg ausbrach.

Der Vater wurde eingezogen und leistete jahrelang Dienst auf einem Versorgungsschiff der Marine. Es war somit für einige Jahre die alleinige Aufgabe der Mutter, für das Kind zu sorgen.

Willi wurde von seiner Mutter sehr behütet. Er entwickelte sich zu einem braven und intelligenten Kind, das im Alter von fünf Jahren bereits lesen konnte.

Als der Bombenhagel auf Offenbach nieder ging, mussten Mutter und Sohn die Stadt verlassen. Sie wurden nach Hainhausen evakuiert, einem damals kleinen, ländlichen Ort, ca. 10 Kilometer von Offenbach entfernt. Willi wurde eingeschult, musste jedoch das erste Schuljahr nach der Rückkehr in die Heimatstadt wiederholen, da es nicht anerkannt wurde.

Die Freude war groß als der Krieg vorüber und der Vater wieder zu Hause war.

Es wurde eine Wohnung in der Spießstrasse bezogen, nahe der Wohnung, die man während des Krieges verlassen musste.

Damals war das angrenzende Gebiet noch nicht bebaut. Es gab nur Wiesen, Felder und Gärten – ein Paradies für Kinder. Die Mutter sah es nicht gerne, wenn Willi Fußball spielte. Er tat es trotzdem, und hatte dabei auch die Unterstützung seines Vaters. Die Ängste der Mutter waren nicht unbegründet. Bei der Bolzerei auf der Straße verletzte sich Willi das Fußgelenk. Zu spät wurde erkannt, dass der Fuß gebrochen war und der Knochen nun schief zusammenwuchs. Willi verzichtete darauf, den Rat des Arztes anzunehmen. Dieser wollte den Knochen in der Klinik fachmännisch brechen lassen, damit er gerade zusammen wachsen konnte.

Die ersten Jahre nach Kriegsende waren nicht einfach. Der Vater war arbeitslos. Um die Familie ernähren zu können, arbeitete er in der Firma seines Schwagers, der ein Dachdecker Geschäft hatte. Und Dächer mussten damals viele gedeckt werden.

Willis Schulzeit verlief reibungslos. Es war selbstverständlich, dass er nach vier Jahren Volksschule, wie es damals hieß, ins Gymnasium wechselte. Er besuchte das Leibniz-Gymnasium in Offenbach. Seine Leistungen waren hervorragend. Nach den Vorstellungen seiner Mutter sollte er nach dem Abitur Theologie studieren.

Bereits in dieser Zeit entwickelte Willi ein Faible für die Science-Fiction. Er las sehr viel und begann auch damit, die ersten Stories zu schreiben. Wenn ihn der Unterricht langweilte, illustrierte und textete Willi Comics unter der Schulbank.

Im Jahr 1952 erkrankte die Mutter an Brustkrebs. Die Krankheit wurde zu spät entdeckt und eine Operation konnte nicht mehr helfen. Am 29.September des selben Jahres starb sie zu Hause.

Der Tod der Mutter war für Vater und Sohn ein großer Schock, und die neue Situation veränderte das Leben der beiden völlig.

Der Vater musste arbeiten und hatte wenig Zeit für den Sohn. Willi kam bei Großeltern und Tanten unter. Sein inzwischen renitent gewordenes Verhalten erschwerte es der Verwandtschaft, sich um ihn zu kümmern. Es fehlte wohl auch an der Geduld, die nötig gewesen wäre, um sich mit den Problemen eines Heranwachsenden zu befassen. Der Vater hatte sie auch nicht. Als die Leistungen in der Schule immer schlechter wurden, sprach er die Drohung aus, dass er ihn 'in die Fabrik stecken werde'. Dort sollte er lernen, was arbeiten bedeutet. Willis Patenonkel arbeitete bei der Maschinenfabrik Hartmann in Offenbach als Schreiner – und genau dort begann er am 2. Juni 1954 eine Lehre als Stahlbauschlosser. Wer Willi kannte, musste wissen, dass dies der falsche Beruf für ihn war. Trotzdem wurde ihm am 31.März 1957 der Facharbeiterbrief ausgehändigt mit dem Prüfungsergebnis Gut für den theoretischen Teil (Kenntnisprüfung) und Sehr Gut für den praktischen Teil (Fertigkeitsprüfung). Willi gestand mir, dass er bei der Fertigkeitsprüfung die Hilfe eines Freundes in Anspruch genommen hatte.

Das Interesse an der Science-Fiction wuchs. Es wurde an Literatur gekauft, was Willi sich leisten konnte, und nebenbei brachte er immer wieder mit Hilfe einer alten Schreibmaschine eigene Ideen aufs Papier.

Teil 2

Der engagierte SF-Freund wurde Mitglied im SFCD (Mitglied Nr.241). Später war er Mitbegründer der Science-Fiction Interessengemeinschaft STELLARIS. Willi übernahm die Redaktion für das Fanzine. Bei Karl-Herbert Scheer, der ebenfalls Mitglied der SSFI war, wurde das Geschriebene vervielfältigt und versandt.

Nach Beendigung der Lehrzeit kam die Aufforderung, dass Willi sich zur Musterung begeben müsse. Das Ergebnis war "Tauglichkeitsgrad 4", was gleichbedeutend war mit "untauglich". Sein falsch zusammen gewachsener Fuß war ein Grund. Farbenblindheit, von der er bisher nichts bemerkt hatte, ein weiterer. Unabhängig davon begab sich Willi in den erforderlichen Prozess der Kriegsdienstverweigerung. Er war überzeugter Pazifist und lehnte den Dienst mit der Waffe aus ethischen Gründen ab. Sein Patenonkel Willi trat als Zeuge für ihn auf. Nach langwierigen Befragungen und Verhandlungen war der Kriegsdienstgegner ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer.

Willi blieb nach seiner Lehrzeit noch für weitere neuneinhalb Jahre bei der Maschinenfabrik Hartmann. Den Beruf des Stahlbauschlossers übte er jedoch nicht lange aus. Er wurde Vorzeichner (Anreißer). Diese Arbeit lag ihm besser und machte auch mehr Spaß. Da er die anfallenden Arbeiten schnell erledigte, hatte er viel "Freizeit". Wenn kein Kranführer zur Verfügung stand, war Willi auch für diese Arbeit zu haben. Damit nicht ausgelastet, schrieb er manche Kurzgeschichte in luftiger Höhe in der Kabine des Krans. Da er eine Ausbildung als Sanitäter absolviert hatte, konnte und musste er gelegentlich auch auf diesem Posten zur Verfügung stehen. Zufrieden stellte ihn diese Arbeit nicht und er setzte sich das Ziel, irgendwann die Fabrik zu verlassen, um einem anderen Beruf nachgehen zu können. Dass er einmal den Beruf des Schriftstellers ausüben würde, ahnte er damals noch nicht.

Ende des Jahres 1959 wechselte Vater Voltz, der im Jahr 1954 wieder geheiratet hatte, den Arbeitgeber. Er arbeitete nun für die Firma Sanitärgroßhandel Sebold aus Aschaffenburg, die ein Zweiggeschäft in der Offenbacher Bleichstraße eröffnet hatte. Genau gegenüber war das Haus, in dem meine Familie im Jahr 1952 eine 5-Zimmer Wohnung im Parterre bezogen hatte. So kam es, dass wir uns kennen lernten. Der große und dünne junge Mann, den ich jünger schätzte als er war, gefiel mir, und ich ihm offensichtlich auch. Eines Tages lag ein Zettel auf meiner Fensterbank: Samstag 12:00 Uhr Hauptbahnhof, BITTE!

Damals besuchte ich auf Wunsch meiner sehr katholischen und konservativen Großmutter die Marienschule der Ursulinen. Meine Mutter war geschieden und berufstätig, so dass meine Erziehung sehr von meiner Oma geprägt wurde.

Willi musste sich in Geduld üben, da ich jünger war als er annahm. Für diese Geduld bin ich ihm heute noch dankbar.

Es entwickelte sich eine Freundschaft – und ein gutes Verhältnis zwischen den beiden Familien.

Willi erzählte mir bald von seinen ersten "Gehversuchen" als Schriftsteller. Er gab mir seine Kurzgeschichten zu lesen, ebenso sein bis dahin erstes und einziges Buch "Der Sternenkämpfer", das als Sonderausgabe bei der Buchgemeinschaft Transgalaxis erschienen war. Der Gründer dieser Buchgemeinschaft war Heinz Bingenheimer, der ebenfalls Mitglied im Science-Fiction Club STELLARIS war. H. Bings, wie er sich als Verfasser von Kurzgeschichten nannte, war nicht nur Willis Freund, sondern auch sein Agent. Im Jahr 1957 erschien die Kurzgeschichten Sammlung "Lockende Zukunft", die von Heinrich Bingenheimer herausgegeben wurde. Es waren einige von Willis Kurzgeschichten dabei.

An einem Sonntag im Sommer 1961 nahm mich Willi zu einem STELLARIS-Clubtreffen nach Frankfurt mit. Dort lernte ich Karl Herbert und Heidrun Scheer kennen. KHS begrüßte mich, den schüchternen Teenager, mit einem Handkuss. Ich muss gestehen, dass ich mich an diesem Nachmittag nicht sehr wohl und etwas fehl am Platz fühlte.

Anfang des Jahres 1962 fragte KHS Willi, ob er nicht Lust dazu hätte, bei der PERRY RHODAN-Serie mitzuwirken. Diese neue SF-Serie kam bei den Lesern besser an als erwartet und es wurden Autoren gesucht.

Willi war, wie konnte es auch anders sein, nicht abgeneigt.

Karl Herbert und Willi trafen sich in Friedrichsdorf, um das Thema für Willis ersten PERRY RHODAN-Roman zu besprechen. Die Handlung musste in sich abgeschlossen werden. Falls Willis Roman nicht den Anforderungen entsprechen und der Verlag das Manuskript ablehnen würde, durfte sich dies nicht nachteilig auf die PERRY RHODAN-Serie auswirken.

Willi machte sich an die Arbeit. Er las alle bisher erschienenen PERRY RHODAN-Romane und die Exposés, um dann den Roman zu schreiben, der später als Nr.74 erscheinen sollte. Bis dahin war es jedoch noch ein weiter Weg. Die erste Fassung brachte Willi zu KHS, der nach Überprüfung des Manuskripts einige Änderungen und Korrekturen vornahm. Willi schrieb alles noch einmal. Daraufhin wurde das Manuskript an Günter M.Schelwokat gesandt. Dass ein junger Neu-Autor nicht ungeschoren an der Kritik des großen SF-Meisters vorbei kam, war jedem klar. Willi hörte sich die Kritik an, akzeptierte die Änderungsvorschläge, die nicht unbedingt freundlich hervorgebracht wurden, und machte sich erneut an die Arbeit.

Das Exposé zu Band Nr.74 wurde nachträglich geschrieben. KHS schrieb darin:

Hinweise:

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um jenen Rhodan-Band, der von Willi Voltz anhand eines Separatexposés probehalber geschrieben wurde. Der Roman ist qualitativ gut, weshalb er auch vom Verlag angenommen wurde.

Das sog. Separatexposé gibt es nicht. Willi schrieb den Roman anhand der Notizen, die während der Besprechungen gemacht wurden.

Am 16.10.1962 unterschrieb Kurt Bernhardt vom Moewig-Verlag Willis ersten Vertrag für den Roman "Der falsche Mann", der als Nr. 74 und mit dem geänderten Titel "Das Grauen" in der PERRY RHODAN-Serie erscheinen sollte.

Der Anfang war gemacht.

Da gab es aber auch noch den Agentur-Vertrag, den Willi bei Heinz Bingenheimer unterschrieben hatte und der ihn verpflichtete. Willi fuhr zu seinem Freund nach Friedrichsdorf, um ihm zu erzählen, dass er bei der PERRY RHODAN-Serie als Autor eingestiegen sei.

Heinz Bingenheimer freute sich sehr über Willis Erfolg. Er holte den Vertrag aus den Akten und zerriss ihn mit den Worten: "Willi, ich gratuliere Dir und wünsche Dir viel Erfolg!"

Teil 3

Willis neues Aufgabengebiet im Team der PERRY RHODAN-Autoren bereitete ihm nicht nur Arbeit; es machte ihm Spaß und er war mit Enthusiasmus dabei. Ab sieben Uhr morgens tat er seinen Dienst in der Fabrik. Nach “Feierabend” setzte sich Willi an die Schreibmaschine und schrieb etwa drei Seiten für seinen nächsten PERRY RHODAN-Roman. Es sollte Band Nr. 87 werden. An den Wochenenden wurde dann meist etwas mehr geschrieben.

Seine uralte Schreibmaschine, ich glaube, es war eine “Adler”, hatte er inzwischen gegen eine modernere Maschine aus der ehemaligen DDR ausgetauscht. Gelegentlich hatte ich das Vergnügen, auf dieser Maschine schreiben zu dürfen. Man musste seine ganze Kraft aufwenden, um einen Buchstaben aufs Papier zu bringen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Willi diese Maschine K.H. Scheer abgekauft.

Die folgenden PERRY RHODAN-Romane waren die Nummern 92 und 99.

Von jedem Roman wurden, wie das früher üblich war, mit Kohlepapier Kopien gemacht. Das Original des Romans ging an Günther M. Schelwokat, die Kopien wurden an die Autoren verteilt. Das Sortieren der Kopien war meine Aufgabe.

GMS erwartete, dass Willi einige Tage nach Ablieferung seiner Romane (üblicherweise Freitagabend) anrufen würde, um sich seine Abfuhr erteilen zu lassen. Da Willi kein eigenes Telefon besaß, und er nicht das Telefon seiner Eltern benutzen wollte, sammelte er Markstücke und ging jedes Mal zum nächsten Telefonhäuschen. Willi verbrachte viel Zeit in dem engen Gehäuse. Nicht selten verging eine Stunde, bevor er wieder frische Luft atmen konnte... Im Sommer ließ Willi die Tür des Häuschens offen, damit er ausreichend Sauerstoff bekam, um G.M. Schelwokats Verbesserungsvorschlägen folgen zu können. Wenn es nichts Wichtigeres gab, konnte dieser sich minutenlang über ein Komma auslassen.

GMS war zweifellos ein Kenner der Science-Fiction und ein Meister seines Metiers. Im Umgang mit Menschen fehlte ihm, meiner Meinung nach, manchmal das Gefühl. William Voltz war ein geduldiger und gelehriger Schüler, und es dauerte nicht sehr lange, bis er den alten Preußen auf seiner Seite hatte.

Auch von KHS bekam der Neuling Hilfestellung und Anregungen für seine Mitarbeit an der PERRY RHODAN-Serie.

Ich erinnere mich an unseren ersten gemeinsamen Besuch im Hause Scheer. Willi besaß noch kein Auto. Wir waren auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um von Offenbach nach Friedrichsdorf im Taunus zu gelangen. Die Straßenbahn brachte uns an einem Sonntag nach Frankfurt. In der Nähe des Messegeländes stiegen wir um in einen Bus, der uns nach Bad Homburg brachte. Dort nahmen wir die “Bimmelbahn” nach Friedrichsdorf. Den Rest des Weges gingen wir zu Fuß. K.H. und Heidrun Scheer wohnten damals noch in einem gemieteten Häuschen. Inzwischen war es Nachmittag und es gab zum Kaffee den vom Heyne Verlag zu Weihnachten an die Geschäftskollegen verschickten original Dresdner Christstollen (Dresden war die Heimat der Familie Heyne).

Trotz meiner Abneigung gegen diese Art von Kuchen lehnte ich das mir angebotene Stück nicht ab. Ich war nach unserer langen Anfahrt einfach zu hungrig, und meine Schüchternheit ließ es nicht zu, nach etwas anderem zu fragen.

Wider Erwarten schmeckte mir der Stollen, und ich änderte von da an meine Meinung. Das war auch gut so, denn mit Willis Einstieg in die PERRY RHODAN-Serie gehörten wir zu dem erwählten Kreis der Stollen-Empfänger in der Weihnachtszeit. Wir empfanden es als eine nette Geste.

1962 war das Jahr, in dem meine Mutter eine Wohnung in Nieder-Eschbach bezog. Dieser kleine Ort liegt im Taunus, nicht weit von Bad Homburg entfernt. Für unsere damaligen Verhältnisse war es am Ende der Welt.

Meine Mutter war Sekretärin des Oberpostdirektors in Frankfurt und bekam nach langer Suche diese Wohnung durch die Post.

Sehr zu unserer Beruhigung behielt meine Oma noch für eine Weile die Wohnung in der Bleichstraße in Offenbach. Sie übte immer noch ihren Beruf als Musikpädagogin aus.

Willi, der ein Jahr zuvor seinen Führerschein gemacht hatte, kaufte sich im Sommer 1962 von einem Bekannten ein gebrauchtes Auto. Es war ein Opel Olympia-Cabriolet, Baujahr 1952.

Für ein Jahr hatte er kein Steuer in der Hand. Als Willi nun stolz und zum ersten Mal in die Einfahrt zu seinem Wohnhaus einbog, rammte er leicht aber geräuschvoll einen Pfosten aus Stein. Sein Vater meinte nur: „Willi kommt!“

Der Stein war etwas angekratzt – am Auto sah man nichts. Die Qualität der Karosserien war damals wohl doch besser als heutzutage.

Es sollte nicht das letzte Erlebnis sein, das Willi mit diesem Auto hatte.

1962 war auch das Jahr, in dem Willi seinen ersten Urlaub machte.

Seit dem Tod seiner Mutter gab es keinen Familienurlaub mehr. Sein Vater war mit seiner zweiten Frau zu einem begeisterten Camper geworden. Willi verbrachte seit Jahren seine Ferien und die Wochenenden im Sommer alleine zu Hause. Als nun einige seiner Kollegen, mit denen er befreundet war, die Idee hatten, einen günstigen Urlaub in Südfrankreich zu verbringen, gesellte sich Willi zu ihnen. Die Truppe fuhr mit dem Bus an die Cote d’Azur, in die Nähe von Toulon. Es wurde viel getrunken und wenig geschlafen – die Wellblechhütten luden dazu auch nicht gerade ein.

Willi genoss die zwei Wochen und kam braungebrannt zurück.

Willis Mitarbeit an der PERRY RHODAN-Serie machte Fortschritte.

Nach den Bänden 74, 87, 92 und 99 war nun Band Nr. 104 an der Reihe. Am 22.4.1963 stellte Kurt Bernhardt, Cheflektor für Science-Fiction im Arthur Moewig-Verlag in München, den Vertrag für den Roman „Pincer, das Greenhorn“ aus. Der Titel war Willis erste Wahl für diesen Roman. Für jeden Roman musste der Autor drei Titel liefern. Die endgültige Entscheidung wurde vom Lektor getroffen – und der entschied sich für „Nur ein Greenhorn“.

Das Honorar für die ersten Bände betrug 650.– DM. Ab Band Nr. 119 – Willis Titel für diesen Roman war „Der Ruf des Scouts“ und wurde von GMS in „Saat des Verderbens“ geändert – wurde das Honorar auf 700.–DM erhöht.


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